Schlagwort-Archiv: Kampagne

bravo.de nicht jugendgefährdend

Jugendportal bravo.deVon Anfang an ist das Jugendmagazin Bravo sowie die moderne Online-Version bravo.de verschiedenen kirchlichen Gruppierungen, aber durchaus auch besorgten Eltern, ein  Dorn im  Auge gewesen. Der Standard-Aufreger: zu freizügig, zu viel Sexualität, zu unmoralisch. Wie das evangelikale Nachrichtenportal idea.de berichtet, hat sich ein neuer Aufreger gefunden. Die mitgliedsstarke Deutsche Vereinigung für eine christliche KulturW, die u.a. mit sonderlichen Aktionen wie der “Aktion Kinder in  Gefahr” und Aktionen gegen die Gleichstellung Homosexueller bereits unangenehm aufgefallen ist, hat eine neue Kampagne gegen das Jugend-Online-Magazin bravo.de gestartet.

Nach Ansicht des Vereins sei der Online-Auftritt des Magazins “nichts anderes als ein elektronisches Erotik-Magazin, das sich als Jugendzeitschrift tarnt”. Unter dem Vorwand der Sexualaufklärung würden scharenweise nackte Paare beim Geschlechtsakt und Anleitungen zu extravaganten Sexualpraktiken gezeigt. Mitte August forderte die Vereinigung die rund 11.000 Empfänger ihres Rundbriefs auf, bei der Kommission für Jugendmedienschutz gegen die unmoralischen Inhalte zu protestieren. Nach eigenen Angaben seien rund 2.000 Empfänger dem Aufruf gefolgt, woraufhin die Kommission für Jugendmedienschutz bravo.de einer Prüfung unterzog und zu dem nicht weiter überraschenden Ergebnis kam, dass eine Jugendgefährdung von dem Portal nicht ausginge. Die Darstellung der Texte über verschiedene Sexualthemen sei weder zotig formuliert, noch seien Anleitungen zu besonderen Sexualpraktiken enthalten. Auch andere Verstösse gegen den Jugendmedienschutz-Staatsvertrag seien nicht gegeben. Den Internetnutzern werde „in einem aufklärerischen Kontext ein verantwortungsvoller Umgang mit Sexualität und Partnerschaft“ vermittelt, so die KJM.

Bundesregierung will Jugendliche über Gefahren in Sozialen Netzwerken aufklären

"watch your web" für mehr DatensicherheitDie Bundesregierung startet am morgigen Dienstag die Aufklärungskampagne “watch your web”, mit der sie Jugendliche über die Gefahren des Datenmissbrauchs in sozialen Netzwerken, wie schuelerVZ, studiVZ, Facebook u.ä. aufklären möchte. Dazu wurde der virtuelle “Webman” kreiert, der Jugendliche für den sorgsameren Umgang mit Daten, Namen und Fotos sensibilisieren soll. Die Kampagne wird unterstützt von MTV/Viva, der Telekom, den sozialen Netzwerken studiVZ, meinVZ, schuelerVZ, Lokalisten und wer-kennt-wen sowie der Fachstelle für Internationale Jugendarbeit (IJAB). Mit dem Start der Kampagne geht auch die dazugehörige Webseite online.

In vier Videoclips kämpft der Internet-Bösewicht “Data Devil” gegen den Retter “Webman”. Die Kernbotschaft des Guten: Das Internet vergisst nichts. Einmal hochgeladene Dateien lassen sich oft nicht einfach wieder entfernen. Auch wenn die großen Spieler der deutschen sozialen Netzwerke sich im März einen Verhaltenskodex gegeben haben, der die Privatsphäre ihrer Nutzer in den Grundeinstellungen besser schützen soll.

Britische Kampagne gegen Videospiele

Britische Gesundheitskampagne für KidsDas britische Gesundheitsministerium hat vor allem in Frauenmagazinen eine Aufklärungskampagne gegen den Bewegungsmangel bei Kindern und Jugendlichen gestartet. Mit dem Slogan: “Risk an early death, just do nothing” sollen Eltern aufgerüttelt werden, ihre Kinder wieder häufiger in Bewegung zu bringen.

Betrachtet man die tägliche durchschnittliche Mediennutzung (vgl. KIM Studie 2008) von Kindern und Jugendlichen, dann erscheint die Kampagne durchaus sinnvoll. Beim britischen  Spieleverband ELSPA hat der Vorstoß des britischen Gesundheitsministeriums allerdings für Verstimmung gesorgt.