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	<title>JuMSchBlog &#187; CSU</title>
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	<description>AWO Projekt Jugendmedienschutz</description>
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		<title>Rechtsfreier Raum?</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Dec 2009 10:53:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Krause</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mit einer gewissen Unverbesserlichkeit hat sich die neue Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) aus der neuen  Regierung zu Wort gemeldet. Ihrer Ansicht nach  mangle es der Gesetzgebung an geeigneten  Werkzeugen, um der Online-Kriminalität Herr zu werden. Aigner fordert neue Gesetze für die Online-Welt, um einem rechtsfreien Raum vorzubeugen. Gisela Piltz (FDP) entgegnete der Ministerin, dass es schwierig sein dürfte, dass Verbraucher Vertrauen zum Netz fassen, wenn dieses ununterbrochen als Hort des Verbrechens diffamiert würde. Der angebliche rechtsfreie Raum schwirrt in den Köpfen vieler Internetnutzer herum. Kinder und Jugendliche empfinden sich als anonym in ihrer Bewegung durchs Netz. Das gepaart mit einer Leichtfertigkeit im Umgang und in der Veröffentlichung persönlicher Daten in den immer populärer werdenden sozialen Netzwerken (schuelerVZ, u.a.), flankiert von oft schlecht ausgebildeten Polizisten, was die Möglichkeiten zur Verbrechensbekämpfung im Netz betrifft, erweckt leicht bei Erwachsenen der Eindruck, das Netz sei ein schlimmster Ort des Verbrechens und für Kinder und Jugendliche kaum mehr geeignet. Es stimmt, das Netz ist nicht in erster Linie für Kinder und  Jugendliche gemacht. Es ist ein Medium für Erwachsene, die den Kids den Zugang zum Netz ermöglichen. Demnach sind nicht die jugendlichen Nutzer  das Maß aller Dinge, so auch die Auffassung der BPjM (Bundesprüfstelle für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-426" title="Bildquelle: pixelio.de / Michael Grabscheit" src="http://www.jumsch.info/wp-content/uploads/2009/12/424811_R_K_B_by_Michael-Grabscheit_pixelio.de_.jpg" alt="Bildquelle: pixelio.de / Michael Grabscheit" width="300" height="301" />Mit einer gewissen Unverbesserlichkeit hat sich die neue Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) aus der neuen  Regierung zu Wort gemeldet. Ihrer Ansicht nach  mangle es der Gesetzgebung an geeigneten  Werkzeugen, um der Online-Kriminalität Herr zu werden. Aigner fordert neue Gesetze für die Online-Welt, um einem rechtsfreien Raum vorzubeugen. Gisela Piltz (FDP) entgegnete der Ministerin, dass es schwierig sein dürfte, dass Verbraucher Vertrauen zum Netz fassen, wenn dieses ununterbrochen als Hort des Verbrechens diffamiert würde.</p>
<p>Der angebliche rechtsfreie Raum schwirrt in den Köpfen vieler Internetnutzer herum. Kinder und Jugendliche empfinden sich als anonym in ihrer Bewegung durchs Netz. Das gepaart mit einer Leichtfertigkeit im Umgang und in der Veröffentlichung persönlicher Daten in den immer populärer werdenden sozialen Netzwerken (schuelerVZ, u.a.), flankiert von oft schlecht ausgebildeten Polizisten, was die Möglichkeiten zur Verbrechensbekämpfung im Netz betrifft, erweckt leicht bei Erwachsenen der Eindruck, das Netz sei ein schlimmster Ort des Verbrechens und für Kinder und Jugendliche kaum mehr geeignet.</p>
<p>Es stimmt, das Netz ist nicht in erster Linie für Kinder und  Jugendliche gemacht. Es ist ein Medium für Erwachsene, die den Kids den Zugang zum Netz ermöglichen. Demnach sind nicht die jugendlichen Nutzer  das Maß aller Dinge, so auch die Auffassung der BPjM (Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien), sondern geeignete Maßnahmen, um den Schutz der Kinder sicher zu stellen. Die Palette der geeigneten Maßnahmen ist groß und orientiert sich auch am Alter der Kinder. Jugendschutzfilter wie beispielsweise OpenDNS, welches die AWO Düsseldorf in ihren Jugendeinrichtungen verwendet, helfen gegen die groben Verstöße gegen die Jugendmedienschutzbestimmungen, die im internationalen globalisierten Internet in den verschiedenen Rechtsräumen natürlich nicht greifen. Darüber hinaus ist die Begleitung der Kinder bis 12 unabdingbare Bedingung für die jugendlichen Netzausflüge. Auch helfen Seiten wie das <a href="http://www.internet-abc.de/" target="_blank">internet-abc.de</a> und der Surfschein spielerisch, Sicherheit im Netz zu gewinnen und nicht in jede aufgestellte Falle hinein zu tappen.</p>
<p>Werden die Kids älter sollten Eltern den angemessenen Abstand wahren und den Jugendlichen mehr eigene Erfahrungen ermöglichen und das &#8220;Über-Die-Schulter-Blicken&#8221; mehr und mehr einschränken. Dabei bleibt der Jugendschutzfilter im Hintergrund ein wichtiges Werkzeug die jugendgefährdendsten Seiten und Dienste im Netz zu unterbinden.</p>
<p>Problematisch ist oft die mangelnde Medienkompetenz von Eltern und Erwachsenen, die der rasch ansteigenden Medienkompetenz der Kinder und Jugendlichen hinterher hinkt. Aber es hilft nichts: auch wenn man eigentlich lieber ein gutes Buch liest, statt sich mit dem Netz zu beschäftigen ist das &#8220;Dranbleiben&#8221; und die eigene Fortbildung die einzige Maßnahme, die wirklich hilft. Das eigene Verständnis vom Netz und auch den rechtlichen und gesetzlichen Möglichkeiten bei Rechtsverstößen hilft am  Ende auch zu verstehen, dass das Netz eben nicht der gern zitierte, deshalb nicht richtigere rechtsfreie Raum sei. Das ist er nämlich nicht. Beleidigungen, Mobbing, Diffamierung, Betrug, Urheberrechtsverletzungen werden bei Entdeckung im virtuellen Raum genauso geahndet wie im realen Leben. Würde sich diese Erkenntnis endlich flächendeckend durchsetzen, könnte künftig möglicherweise auch mit Politikern gerechnet werden, die sich und der Öffentlichkeit die Polemik zum rechtsfreien Raum  ersparen würden.</p>
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