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	<title>JuMSchBlog &#187; Aktuell</title>
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	<description>AWO Projekt Jugendmedienschutz</description>
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		<title>Opfer, Schlampe, Hurensohn&#8230;</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Jan 2012 14:05:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Krause</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Seite Handysektor gibt kleine Comic-Flyer zu Themen wie Pornografie, Respekt und Privatsphäre im Netz heraus. Der neue Comic-Flyer &#8220;Opfer, Schlampe, Hurensohn. Gegen Mobbing.&#8221; thematisiert Cybermobbing aus der Opferperspektive. Das Material soll zur Auseinandersetzung möglicher Mobbing-Opfer mit der eigenen Situation führen, ihnen Wege aufzeigen, über die sie Hilfe finden können, und sie ermutigen, sich nahestehenden Personen anzuvertrauen. Im Fokus steht dabei verstärkt die Gefühlslage eines/r Betroffenen. Auch kann der Flyer zum Anlass genommen werden, mit Jugendlichen im schulischen oder außerschulischen Bereich über das Thema „Mobbing“ und die prekäre Situation von Opfern niedrigschwellig ins Gespräch zu kommen. Er ist ergänzend zu den Handysektor-Flyern „FERTIGMACHEN ist TABU“, „…und redest selber von Respekt und Würde“, „Das Netz vergisst nichts!“ und „VOLL PORNO“ einsetzbar. Die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes ist Kooperationspartner bei der Entwicklung und Verbreitung des Flyers. Der Flyer steht hier zum Download bereit oder kann als gedruckte Version kostenlos bestellt werden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-1350" title="Opfer, Schlampe, Hurensohn. Gegen Mobbing" src="http://www.jumsch.info/wp-content/uploads/2012/01/osh.png" alt="" width="375" height="266" />Die Seite <a href="http://www.handysektor.de/" target="_blank">Handysektor</a> gibt kleine Comic-Flyer zu Themen wie Pornografie, Respekt und Privatsphäre im Netz heraus. Der neue Comic-Flyer &#8220;Opfer, Schlampe, Hurensohn. Gegen Mobbing.&#8221; thematisiert Cybermobbing aus der Opferperspektive.</p>
<p>Das Material soll zur Auseinandersetzung möglicher Mobbing-Opfer mit der eigenen Situation führen, ihnen Wege aufzeigen, über die sie Hilfe finden können, und sie ermutigen, sich nahestehenden Personen anzuvertrauen. Im Fokus steht dabei verstärkt die Gefühlslage eines/r Betroffenen. Auch kann der Flyer zum Anlass genommen werden, mit Jugendlichen im schulischen oder außerschulischen Bereich über das Thema „Mobbing“ und die prekäre Situation von Opfern niedrigschwellig ins Gespräch zu kommen. Er ist ergänzend zu den Handysektor-Flyern „FERTIGMACHEN ist TABU“, „…und redest selber von Respekt und Würde“, „Das Netz vergisst nichts!“ und „VOLL PORNO“ einsetzbar. Die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes ist Kooperationspartner bei der Entwicklung und Verbreitung des Flyers.</p>
<p>Der Flyer steht <a href="http://www.handysektor.de/index.php/downloads" target="_blank">hier</a> zum Download bereit oder kann als gedruckte Version kostenlos <a href="http://www.handysektor.de/index.php/handysektor/bestellen" target="_blank">bestellt</a> werden.</p>
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		<title>Computerspiele: Respekt entsteht auch ohne Regeln</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Jan 2012 15:31:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Krause</dc:creator>
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		<description><![CDATA[(pte) Das Verhalten von Online-Computerspielen liefert einen gigantischen Datenschatz für die Sozialforschung. Pionierarbeit haben hier Wiener Komplexizitätsforscher geleistet. Sie analysierten die Sozialbeziehungen von 400.000 registrierten Spielern eines Browserspiels und bewiesen dabei, dass sich Menschen auch ohne vorgegebene Regeln respektvoll behandeln, während Aggressionen die Ausnahme sind. Spiel ist Wirklichkeit Online-Computerspiele sind wie Big Brother. &#8220;Spielehersteller kennen jede einzelne Handlung des Spielers in der virtuellen Welt. Diese können mit der Zustimmung der Spieler wissenschaftlich ausgewertet werden&#8221;, berichtet Studienleiter Stefan Thurner vom Institut für die Erforschung komplexer Systeme der Meduni Wien. Unter die Lupe genommen hat er das Spiel &#8220;Pardus&#8220;, bei dem es um die Vorherrschaft in einem virtuellen Universum geht. Die Spieler fühlen sich nicht überwacht, sondern sehen die Analyse ihrer Daten als Beitrag zur Erforschung der Spezies Mensch, versichert der Experte. Zwar bildet das Spiel die Welt nicht ab, doch behalten die Spieler durchaus ihre reale Verhaltensweisen im virtuellen Raum bei, zeigten die bisher drei Jahre Forschung. Die Kommunikationsstrukturen entsprechen völlig jenen der echten Gesellschaft. &#8220;Knoten, Cluster, Gruppen und Hierarchien der Spielbeziehungen sind genau dieselben wie jene der Handynetzwerke. Spieler bauen nach demselben Muster Cliquen, Gruppen, Vereine und Betriebe wie die reale Gesellschaft, und auch die Märkte und Finanzzeitreihen sind fast identisch. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-1331" title="Respekt auch ohne Regeln (Foto: Flickr/Libelul)" src="http://www.jumsch.info/wp-content/uploads/2012/01/20120114003.jpg" alt="" width="300" height="244" />(pte) Das Verhalten von Online-Computerspielen liefert einen gigantischen Datenschatz für die Sozialforschung. Pionierarbeit haben hier Wiener Komplexizitätsforscher geleistet. Sie analysierten die Sozialbeziehungen von 400.000 registrierten Spielern eines Browserspiels und bewiesen dabei, dass sich Menschen auch ohne vorgegebene Regeln respektvoll behandeln, während Aggressionen die Ausnahme sind.</p>
<p><strong>Spiel ist Wirklichkeit</strong></p>
<p>Online-Computerspiele sind wie Big Brother. &#8220;Spielehersteller kennen jede einzelne Handlung des Spielers in der virtuellen Welt. Diese können mit der Zustimmung der Spieler wissenschaftlich ausgewertet werden&#8221;, berichtet Studienleiter Stefan Thurner vom Institut für die Erforschung komplexer Systeme der <a href="http://www.complex-systems.meduniwien.ac.at" target="_blank">Meduni Wien</a>. Unter die Lupe genommen hat er das Spiel &#8220;<a href="http://www.pardus.at/" target="_blank">Pardus</a>&#8220;, bei dem es um die Vorherrschaft in einem virtuellen Universum geht. Die Spieler fühlen sich nicht überwacht, sondern sehen die Analyse ihrer Daten als Beitrag zur Erforschung der Spezies Mensch, versichert der Experte.</p>
<p>Zwar bildet das Spiel die Welt nicht ab, doch behalten die Spieler durchaus ihre reale Verhaltensweisen im virtuellen Raum bei, zeigten die bisher drei Jahre Forschung. Die Kommunikationsstrukturen entsprechen völlig jenen der echten Gesellschaft. &#8220;Knoten, Cluster, Gruppen und Hierarchien der Spielbeziehungen sind genau dieselben wie jene der Handynetzwerke. Spieler bauen nach demselben Muster Cliquen, Gruppen, Vereine und Betriebe wie die reale Gesellschaft, und auch die Märkte und Finanzzeitreihen sind fast identisch. Der Ölpreis ist im Spiel &#8216;Space Energy&#8217;.&#8221;</p>
<p><strong>Schutz durch eigene Regeln</strong></p>
<p>Die Spieler lassen ihre <span style="padding-bottom: 2px; border-bottom: 1px dotted #DD0000" >Avatar</span><sup><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Avatar" target="_blank" title="Wikipedia-Definition von: Avatar" style="font-family: Georgia, Times New Roman, Serif; font-weight: bold; color: #AAAAAA" ><em>W</em></a></sup>e handeln, reisen, schlafen, Freundschaften schließen, einander angreifen und sie kommunizieren miteinander. Jeder wird somit beschreibbar als Sequenz seiner Handlungen, die jeweils als &#8220;positiv&#8221; oder &#8220;negativ&#8221; eingeordnet werden können. Aussagen liefert die statistische Analyse. &#8220;Überraschend war, dass nur zwei Prozent aller Handlungen gegen andere gerichtet sind. Obwohl jegliche Regeln fehlen, entsteht keine Anarchie, denn die Spieler sind statt feindselig weit eher sozial, mitfühlend und gut zueinander&#8221;, berichtet Thurner.</p>
<p>Denn auch wenn das Spiel fiese Spieltaktiken wie Angriffe oder Diebstahl erlaubt, bilden Spieler Untergruppen, die ihren <span style="padding-bottom: 2px; border-bottom: 1px dotted #DD0000" >Verhaltenskodex</span><sup><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Verhaltenskodex" target="_blank" title="Wikipedia-Definition von: Verhaltenskodex" style="font-family: Georgia, Times New Roman, Serif; font-weight: bold; color: #AAAAAA" ><em>W</em></a></sup> selbst bestimmen und Verstöße sanktionieren. Es gibt Kommunen, die untereinander alles teilen, andere gliedern sich hierarchisch, treiben von anderen Steuern ein oder folgen religiösen Vorgaben. &#8220;Die Selbstorganisation bildet somit kein Set moralischer Regeln, sondern viele Regeln jeder einzelnen Gruppe. Wer sich in ihr unwohl fühlt, wandert zu einer anderen aus. Regelbrecher werden meist ausgestoßen, verarmen oder hören frustriert auf, weil keiner mehr mit ihnen zu tun haben will&#8221;, so der Experte.</p>
<p><strong>Kollektive Zerstörungswut</strong></p>
<p>Interessant ist auch, die Folgen negativer Handlungen zu beobachten. Direkte Racheakte sind hier nach dem Auge-um-Auge-Prinzip die Regel, doch es bleibt nicht dabei. &#8220;Der aggressive Grundtonus eines Spielers, der angegriffen wurde, steigt merklich. Zu 30 Prozent &#8211; zehnmal wahrscheinlicher als sonst &#8211; wird er andere, nicht beteiligte Spieler ebenfalls aggressiv behandeln&#8221;, erklärt Thurner. Erreicht diese Dynamik eine Gruppe und heizen sich Feindseligkeiten über Wochen auf, sind Kriege möglich: Kritische Momente kollektiver Zerstörungswut, die erst langsam abflaut.</p>
<p><strong>Menschen sind Herdentiere</strong></p>
<p>Das sind Erkenntnisse, deren Bedeutung bald weit über die Grundlagenforschung hinausreichen könnte. &#8220;In der immer komplexeren Welt geht es immer mehr darum, das kollektive Verhalten von Menschen zu verstehen. Oft handeln Menschen individuell, oft jedoch auch wie eine Kuhherde, wenn man etwa Finanzcrashs, Revolutionen oder Katastrophen betrachtet. Um beurteilen zu können, welche Entwicklung eine vorübergehende <span style="padding-bottom: 2px; border-bottom: 1px dotted #DD0000" >Fluktuation</span><sup><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fluktuation" target="_blank" title="Wikipedia-Definition von: Fluktuation" style="font-family: Georgia, Times New Roman, Serif; font-weight: bold; color: #AAAAAA" ><em>W</em></a></sup> und welche irreversibel ist, müssen wir verstehen, was zum Herdenverhalten führt&#8221;, so der Wiener Forscher.</p>
<p>Ebenso wie Handydaten bieten auch jene von Computerspielern eine schier unendliche Fundgrube, die bisher noch kaum ausgewertet wurde. &#8220;Eine immer präzisere Suche nach Mustern und Gesetzen ist dadurch möglich, dass der Mensch tagtäglich hunderte elektronische Fingerabdrücken hinterlässt.&#8221; Derartige Analysen sind Grundlage der EU-Flagship-Initiative &#8220;<a href="http://futurict.eu" target="_blank">FuturICT</a>&#8220; , dessen Teil Thurners Forschungsarbeit ist.</p>
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		<title>SOPA &#8211; Netz in Gefahr?</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Jan 2012 11:59:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Krause</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Meinung]]></category>
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		<description><![CDATA[Für die einen soll es der Untergang des Netzes sein. Jedenfalls so, wie wir es heue kennen. Von Zensur ist die Rede. Einschränkung der Meinungsfreiheit. Aber auch von technischer Veränderung des Netzes gegen alle internationalen Standards. Es geht um SOPA. Die Abkürzung steht für Stop Online Piracy ActW. Übersetzt heißt das so viel wie ein Gesetz, das die Online-Piraterie, Urheberrechtsverletzungen stoppen soll. Nach europäischem Verständnis hält man sich in solchen Fällen an den Verursacher, also den, der Inhalte veröffentlicht, ohne die dafür nötigen Rechte zu besitzen. Alltägliches Beispiel: Ein Jugendlicher veröffentlicht einen Chart-Song als Musikdatei in einer Tauschbörse. Wird er erwischt erfolgt die kostenpflichtige Abmahnung. Wird der Song statt in einer Tauschbörse auf z.B. Youtube veröffentlicht, zahlt Youtube entweder einen vertraglich vereinbarten Betrag, eine so genannte Urheberrechtsabgabe an die Verwertungsgesellschaft, zum Beispiel die GEMAW oder wenn es einen solchen Vertrag nicht gibt, wird der Song seitens Youtube, also dem Seitenbetreiber gelöscht, um zu verhindern, nicht in eine Mitstörerhaftung genommen zu werden. Das deutsche Recht ist an dieser Stelle von vielen schon schwer zu durchschauen, aber letztlich ist es eine klare Sache. Das US-amerikanische SOPA möchte an dieser Stelle allerdings mehr. Nicht in erster Linie der Verursacher der Störung, also derjenige [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Für die einen soll es der Untergang des Netzes sein. Jedenfalls so, wie wir es heue kennen. Von Zensur ist die Rede. Einschränkung der Meinungsfreiheit. Aber auch von technischer Veränderung des Netzes gegen alle internationalen Standards. Es geht um SOPA. Die Abkürzung steht für <span style="padding-bottom: 2px; border-bottom: 1px dotted #DD0000" >Stop Online Piracy Act</span><sup><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stop_Online_Piracy_Act" target="_blank" title="Wikipedia-Definition von: Stop Online Piracy Act" style="font-family: Georgia, Times New Roman, Serif; font-weight: bold; color: #AAAAAA" ><em>W</em></a></sup>. Übersetzt heißt das so viel wie ein Gesetz, das die Online-Piraterie, Urheberrechtsverletzungen stoppen soll.</p>
<p>Nach europäischem Verständnis hält man sich in solchen Fällen an den Verursacher, also den, der Inhalte veröffentlicht, ohne die dafür nötigen Rechte zu besitzen. Alltägliches Beispiel: Ein Jugendlicher veröffentlicht einen Chart-Song als Musikdatei in einer Tauschbörse. Wird er erwischt erfolgt die kostenpflichtige Abmahnung. Wird der Song statt in einer Tauschbörse auf z.B. Youtube veröffentlicht, zahlt Youtube entweder einen vertraglich vereinbarten Betrag, eine so genannte Urheberrechtsabgabe an die Verwertungsgesellschaft, zum Beispiel die <span style="padding-bottom: 2px; border-bottom: 1px dotted #DD0000" >GEMA</span><sup><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/GEMA" target="_blank" title="Wikipedia-Definition von: GEMA" style="font-family: Georgia, Times New Roman, Serif; font-weight: bold; color: #AAAAAA" ><em>W</em></a></sup> oder wenn es einen solchen Vertrag nicht gibt, wird der Song seitens Youtube, also dem Seitenbetreiber gelöscht, um zu verhindern, nicht in eine Mitstörerhaftung genommen zu werden.</p>
<p>Das deutsche Recht ist an dieser Stelle von vielen schon schwer zu durchschauen, aber letztlich ist es eine klare Sache. Das US-amerikanische SOPA möchte an dieser Stelle allerdings mehr. Nicht in erster Linie der Verursacher der Störung, also derjenige der das urheberrechtlich geschützte Material hochgeladen hat ist hier im Fokus, sondern die Webseite, die das Material zur Verfügung stellt. Nach Erwirken einer richterlichen Verfügung  können Seiten oder Dienste stillgelegt werden. Verfügungen können Bezahldiensten und Werbeagenturen die Zusammenarbeit mit der betroffenen Seite untersagen, Suchmaschinen könnten aufgefordert sein, die betroffene Seite nicht mehr zu listen. Aus der Urheberrechtsverletzung würde eine schwere Straftat werden, ein Kapitalverbrechen. Entsprechend hoch könnten die Strafen ausfallen. In besonders unverhältnismäßiger Höhe fielen, käme SOPA  durch das Repräsentantenhaus durch, die Strafen für Downloader aus. Wer also urheberrechtlich geschütztes Material herunterlädt, müsste mit einer Höchststrafe von fünf Jahren Gefängnis für zehn gestreamte Musikstücke oder Filme rechnen. Welche Maßnahmen geeignet scheinen richterlich zu verfügen, entscheiden pikanterweise die Urheberrechtsinhaber. Seiten, die nach SOPA verurteilt werden müssen außerdem damit rechnen, dass sie auf DNS-Ebene (<span style="padding-bottom: 2px; border-bottom: 1px dotted #DD0000" >Domain Name System</span><sup><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Domain_Name_System" target="_blank" title="Wikipedia-Definition von: Domain Name System" style="font-family: Georgia, Times New Roman, Serif; font-weight: bold; color: #AAAAAA" ><em>W</em></a></sup>) blockiert würden.</p>
<p><img class="alignleft  wp-image-1320" title="Der Widerstand gegen SOPA wächst" src="http://www.jumsch.info/wp-content/uploads/2012/01/sopa.png" alt="" width="393" height="361" />Die notorischen Schwarzmaler dürften mit ihren Befürchtungen Recht haben. Wird SOPA Gesetz entscheidet künftig die Film- und Musikindustrie, was es im Netz noch zu sehen gibt. Die  beabsichtigten technischen Eingriffe ins DNS wird das Netz verändern. Das lange seitens der Unterhaltungsindustrie forcierte Ziel das Netz als große Verkaufsplattform einzusetzen in greifbarer Nähe.</p>
<p><strong>Online-Demonstration</strong></p>
<p>So verwundert es nicht, dass sich die großen der Internet-Industrie in der <a href="http://www.netcoalition.com/" target="_blank">Net Coalition</a> zusammengetan haben. Wohlklingende Namen wie Amazon, Google, Yahoo, PayPal planen Großes, um das Gesetz noch zu stoppen. Kommt SOPA durch, müssen wir künftig mit Lücken im Netz rechnen. Ein Facebook, das nicht mehr da ist, weil auf DNS-Ebene vom Netz genommen oder Ebay oder andere Big Player. Vielleicht verdeutlicht es, was das für unseren Alltag bedeuten würde, wenn die von Net Coalition geplante Demonstration, all die großen Seiten für eine Weile vom Netz nähme. Es würde, jedenfalls wäre es zu hoffen, auch dem letzten Online-Bürger die Augen öffnen, wenn das täglich millionengenutzte Google plötzlich verschwände vom Antlitz des WWW.</p>
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		<title>Freundschaftsanfragen von Al-Kaida</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Jan 2012 08:35:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Krause</dc:creator>
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		<description><![CDATA[(pte) Facebook, Twitter, YouTube und Chats dienen Al-Kaida und anderen Terrororganisationen dazu, ihren Einflussbereich zu vergrößern. Das berichten Kommunikationswissenschaftler der Universität Haifa, die die Online-Aktivitäten dieser Gruppen in einem Zeitraum von zehn Jahren beobachtet haben. Der Trend zu sozialen Netzwerken hat auch vor ihnen nicht Halt gemacht: Über 90 Prozent der Internet-Tätigkeiten des organisierten Terrors laufen derzeit über Social Media, so das Ergebnis. Profil ausspionieren Die Rekrutierung neuer Anhänger sowie das Fundraising gehören zu den Hauptzielen des Social-Media-Engagements islamistischer Terroristen, schätzen die israelischen Experten. Speziell YouTube-Videouploads helfen dabei, Botschaften zu verbreiten. Zugleich sind die Netzwerke jedoch auch gigantische Wissensgeneratoren: Durch falsche Profile und Freundschaftsanfragen versuchen Extremisten, an Gruppen und Profile etwa von feindlichen Soldaten zu gelangen und sie zu überwachen. Ein Grund, warum etwa die USA, Kanada oder England ihre Soldaten anweisen, persönliche Informationen aus den Netzwerken zu entfernen. Early Adopters statt rückständig Studienautor Gabriel Weinmann bezeichnet es als &#8220;paradox, dass islamistische Extremisten die am weitesten entwickelte westliche Kommunikationstechnik nun im Kampf gegen den Westen einsetzen.&#8221; Eine Ansicht, die der Erfurter Kommunikationsforscher Kai Hafez von der Universität Erfurt nicht teilt. &#8220;Es ist kein Widerspruch, da es in vielen Bereichen des Islams ohnehin eine &#8216;halbe Modernisierung&#8217; gibt. Islamistische Terrorgruppen und Extremisten haben meist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>(pte) Facebook, Twitter, YouTube und Chats dienen Al-Kaida und anderen Terrororganisationen dazu, ihren Einflussbereich zu vergrößern. Das berichten Kommunikationswissenschaftler der <a href="http://www.haifa.ac.il" target="_blank">Universität Haifa</a>, die die Online-Aktivitäten dieser Gruppen in einem Zeitraum von zehn Jahren beobachtet haben. Der Trend zu sozialen Netzwerken hat auch vor ihnen nicht Halt gemacht: Über 90 Prozent der Internet-Tätigkeiten des organisierten Terrors laufen derzeit über Social Media, so das Ergebnis.</p>
<p><strong>Profil ausspionieren</strong></p>
<p>Die Rekrutierung neuer Anhänger sowie das Fundraising gehören zu den Hauptzielen des Social-Media-Engagements islamistischer Terroristen, schätzen die israelischen Experten. Speziell YouTube-Videouploads helfen dabei, Botschaften zu verbreiten. Zugleich sind die Netzwerke jedoch auch gigantische Wissensgeneratoren: Durch falsche Profile und Freundschaftsanfragen versuchen Extremisten, an Gruppen und Profile etwa von feindlichen Soldaten zu gelangen und sie zu überwachen. Ein Grund, warum etwa die USA, Kanada oder England ihre Soldaten anweisen, persönliche Informationen aus den Netzwerken zu entfernen.</p>
<p><strong>Early Adopters statt rückständig</strong></p>
<p>Studienautor Gabriel Weinmann bezeichnet es als &#8220;paradox, dass islamistische Extremisten die am weitesten entwickelte westliche Kommunikationstechnik nun im Kampf gegen den Westen einsetzen.&#8221; Eine Ansicht, die der Erfurter Kommunikationsforscher Kai Hafez von der <a href="http://uni-erfurt.de" target="_blank">Universität Erfurt</a> nicht teilt. &#8220;Es ist kein Widerspruch, da es in vielen Bereichen des Islams ohnehin eine &#8216;halbe Modernisierung&#8217; gibt. Islamistische Terrorgruppen und Extremisten haben meist kein Problem mit technischem Fortschritt. Viele zählen sogar zu den <span style="padding-bottom: 2px; border-bottom: 1px dotted #DD0000" >Early Adopter</span><sup><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Early_Adopter" target="_blank" title="Wikipedia-Definition von: Early Adopter" style="font-family: Georgia, Times New Roman, Serif; font-weight: bold; color: #AAAAAA" ><em>W</em></a></sup>s.&#8221;</p>
<p><strong>Viele Mythen im Umlauf</strong></p>
<p>Soziale Netzwerke werden von islamistischen Regierungen genauso genutzt wie von der Zivilgesellschaft des arabischen Frühlings, betont Hafez. Zudem sind sie längst fixer Bestandteil aller Cyberkriege, wobei besonders die psychologische Wirkung des Eindringens in die Strukturen des Gegners zählt. So setzt etwa die Shabab-Miliz in Somalia Twitter gegen Regierungsorganisationen ein. Die Botschaften über den Microblogging-Dienst sollen die kenianische Armee einschüchtern oder das eigene Image aufbessern.</p>
<p>Mittlerweile haben sich jedoch auch Mythen gebildet, die der Realität kaum standhalten, wie der Medienexperte für den arabischen Raum darlegt. &#8220;Schlichtweg falsch ist die Annahme, jeder radikale Islamist sei ein ausgebildeter Ultra-Hacker. Ebenso gibt es für das Angstbild der schlafenden Zellen, die bloß durch Zusendung eines Codes aktiviert werden, keine empirischen Belege.&#8221;</p>
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		</item>
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		<title>Teenagerliebe: Erst Facebook, dann SMS</title>
		<link>http://www.jumsch.info/2012/01/10/teenagerliebe-erst-facebook-dann-sms/</link>
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		<pubDate>Tue, 10 Jan 2012 11:43:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Krause</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[SMS]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Netzwerke]]></category>

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		<description><![CDATA[(pte) Liebe zwischen Teenagern beginnt heute mit Facebook und SMS. Zu diesem Schluss kommen Forscher vom Ericsson Consumer Lab bei 2.000 Jugendlichen aus den USA zwischen 13 und 15 Jahren. Schwerpunkt der Befragung war, wie die heutige Kommunikationstechnik das Verhalten junger Menschen verändert. Elektronische Anbahnung Startschuss für die Anbahnung einer Liebesbeziehung ist weiterhin das reale Leben mit einem ersten persönlichen Kennenlernen. Dann kommt Facebook ins Spiel: Hier recherchiert man über den anderen, macht ihm oder ihr einen Freundschaftsantrag und kann &#8211; so dieser angenommen wird &#8211; in Folge auch in das Profil einsehen. Wenn das hier gebildete Urteil positiv ausfällt, nutzen viele den Facebook-Chat, oft mit dem Ziel, die Telefonnummer des anderen herauszufinden. Ist die Nummer einmal bekannt, wird die SMS-Maschinerie angeworfen. Über diesen Weg verabreden sich viele mit dem potenziellen Partner, zuerst gemeinsam mit anderen Freunden, irgendwann dann auch bloß zu zweit. Ernst ist es mit der Liebe zwischen den beiden schließlich dann geworden, sobald der Facebook-Status auf &#8220;in einer Beziehung&#8221; geändert wird &#8211; was bei heutigen Jugendlichen als öffentliche Ankündigung gilt. Telefonieren ist für Erwachsene Wie auch Ältere nutzen Teenager ihre Facebook-Präsenz vorwiegend, um mit Freunden und Bekannten in Kontakt zu bleiben, betonen dabei allerdings die Selbstdarstellung weit stärker. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-1304" title="Teenieliebe in digitalen Zeiten" src="http://www.jumsch.info/wp-content/uploads/2012/01/teenieliebe.png" alt="" width="350" height="302" />(pte) Liebe zwischen Teenagern beginnt heute mit Facebook und SMS. Zu diesem Schluss kommen Forscher vom Ericsson Consumer Lab bei 2.000 Jugendlichen aus den USA zwischen 13 und 15 Jahren. Schwerpunkt der Befragung war, wie die heutige Kommunikationstechnik das Verhalten junger Menschen verändert.</p>
<p><strong>Elektronische Anbahnung</strong></p>
<p>Startschuss für die Anbahnung einer Liebesbeziehung ist weiterhin das reale Leben mit einem ersten persönlichen Kennenlernen. Dann kommt Facebook ins Spiel: Hier recherchiert man über den anderen, macht ihm oder ihr einen Freundschaftsantrag und kann &#8211; so dieser angenommen wird &#8211; in Folge auch in das Profil einsehen. Wenn das hier gebildete Urteil positiv ausfällt, nutzen viele den Facebook-Chat, oft mit dem Ziel, die Telefonnummer des anderen herauszufinden.</p>
<p>Ist die Nummer einmal bekannt, wird die SMS-Maschinerie angeworfen. Über diesen Weg verabreden sich viele mit dem potenziellen Partner, zuerst gemeinsam mit anderen Freunden, irgendwann dann auch bloß zu zweit. Ernst ist es mit der Liebe zwischen den beiden schließlich dann geworden, sobald der Facebook-Status auf &#8220;in einer Beziehung&#8221; geändert wird &#8211; was bei heutigen Jugendlichen als öffentliche Ankündigung gilt.</p>
<p><strong>Telefonieren ist für Erwachsene</strong></p>
<p>Wie auch Ältere nutzen Teenager ihre Facebook-Präsenz vorwiegend, um mit Freunden und Bekannten in Kontakt zu bleiben, betonen dabei allerdings die Selbstdarstellung weit stärker. Die Durchschnitts-Freundeszahl auf Facebook ist 265, wobei man sich jenseits der 350-Freunde-Grenze bloß verdächtig macht, auch Unbekannte eingeladen zu haben. Die Nutzung von Instant Messaging stagniert, während Skype und andere Videochats florieren, gerade wenn die Eltern ein persönliches Treffen verbieten oder Hilfe bei der Hausaufgabe nötig ist.</p>
<p>Spannend ist jedoch auch die veränderte Einstellung der Jugendlichen zu Telefon und E-Mail. &#8220;Beide gelten als Kommunikationsform der Erwachsenen&#8221;, berichtet Katharina Praschl, Sprecherin von Ericsson Österreich. Telefongespräche dauern meist kürzer als vier Minuten, nicht zuletzt um peinliche Gesprächspausen zu vermeiden. Festnetz, E-Mail und Twitter haben für diese Altersgruppen kaum Bedeutung, doch selbst Facebook und Handygespräche müssen zurückstecken, wenn man Teenager fragt, worauf sie auf keinen Fall verzichten wollen: Unangefochten liegt hier der persönliche Austausch in Topposition.</p>
<p><strong>Digitale Ära steht bevor</strong></p>
<p>Wie nachhaltig diese neuen Kommunikationsformen das Verhalten der jungen &#8220;Digital Natives&#8221; prägen, bleibt abzuwarten. &#8220;Wir gehen davon aus, dass Menschen beim Älterwerden ihre Gewohnheiten adaptieren. Was man einmal als nützlich erlebt hat, behält man jedoch in der Regel bei&#8221;, so Praschl.</p>
<p>Die Studie &#8220;<a href="http://www.jumsch.info/wp-content/uploads/2012/01/490602.pdf">Talking, Texting, Poking and Dating</a>&#8221; zum Download.</p>
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		<title>Das Ende steht bevor</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Jan 2012 06:58:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Krause</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Medienprävention]]></category>
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		<category><![CDATA[Soziale Netzwerke]]></category>
		<category><![CDATA[studiVZ]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir haben es in unseren Präventions-Workshops mit Schülern schon lange gemerkt. Die VZ-Netzwerke siechen ihrem Ende entgegen. Fanden wir in den Jahren 2009 und 2010 Schüler noch insbesondere in schuelerVZ aktiv und vertreten, verlor das Schüler-Netz in 2011 an Bedeutung. Schüler pflegen ihre Profile nicht mehr, teilen der Schüler-Welt nicht mehr mit, dass sie versetzt wurden und loggen sich nur noch sporadisch ein. Das Schüler-Netzwerk hat in der Internet-Prävention deutlich an Bedeutung verloren. Natürlich zugunsten von Facebook. Denn, wenn es einen Ort gibt, wo alle sind, warum sollten Schüler dann noch in einem eigenen sozialen Netzwerk unterwegs sein? Und mit &#8220;alle&#8221; sind tatsächlich alle gemeint. Mitschüler, Stars und Sternchen, angesagte Labels, die Akteure der Jugendkultur. Das kleine weiße &#8220;f&#8221; auf blauem Grund hat Einzug gehalten in Werbung und Öffentlichkeit. Kaum etwas, das darum wirbt, erworben zu werden oder Interesse wecken soll, das nicht mit dem kleinen Facebook-Logo verziert ist. SchuelerVZ hat eine hohe Hürde, denn wer hinein will, muss eingeladen werden. Das ist immer noch so. Es sollte Erwachsene davon abhalten, sich im Schüler-Netz aufzuhalten. Funktioniert hat das nicht. So tummeln sich in schuelerVZ der Schulsozialarbeiter genauso wie Lehrer, Eltern, Ausbildungsbetriebe und andere Erwachsene, die dort eigentlich nichts zu suchen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-1297" title="Wann stirbt studiVZ?" src="http://www.jumsch.info/wp-content/uploads/2012/01/studivz.png" alt="" width="400" height="204" />Wir haben es in unseren Präventions-Workshops mit Schülern schon lange gemerkt. Die VZ-Netzwerke siechen ihrem Ende entgegen. Fanden wir in den Jahren 2009 und 2010 Schüler noch insbesondere in schuelerVZ aktiv und vertreten, verlor das Schüler-Netz in 2011 an Bedeutung. Schüler pflegen ihre Profile nicht mehr, teilen der Schüler-Welt nicht mehr mit, dass sie versetzt wurden und loggen sich nur noch sporadisch ein. Das Schüler-Netzwerk hat in der Internet-Prävention deutlich an Bedeutung verloren. Natürlich zugunsten von Facebook. Denn, wenn es einen Ort gibt, wo alle sind, warum sollten Schüler dann noch in einem eigenen sozialen Netzwerk unterwegs sein? Und mit &#8220;alle&#8221; sind tatsächlich alle gemeint. Mitschüler, Stars und Sternchen, angesagte Labels, die Akteure der Jugendkultur. Das kleine weiße &#8220;f&#8221; auf blauem Grund hat Einzug gehalten in Werbung und Öffentlichkeit. Kaum etwas, das darum wirbt, erworben zu werden oder Interesse wecken soll, das nicht mit dem kleinen Facebook-Logo verziert ist.</p>
<p>SchuelerVZ hat eine hohe Hürde, denn wer hinein will, muss eingeladen werden. Das ist immer noch so. Es sollte Erwachsene davon abhalten, sich im Schüler-Netz aufzuhalten. Funktioniert hat das nicht. So tummeln sich in schuelerVZ der Schulsozialarbeiter genauso wie Lehrer, Eltern, Ausbildungsbetriebe und andere Erwachsene, die dort eigentlich nichts zu suchen hätten. Die nationale Begrenzung dürfte das nahende Ende der VZ-Netzwerke beschleunigt haben. Wie unsinnig ist es auch, sich in einem globalisierten Internet mit einer deutschen Community zu vernetzen, wenn die eigene Familie und Verwandtschaft sich immer mehr und öfter über den Globus verstreut.</p>
<p>Ein weiterer Aspekt ist, dass Kinder heute früher in das soziale Netz einsteigen. Ab der 4. Klasse etwa sind Grundschüler in Facebook vernetzt, schuelerVZ wird als Umweg direkt ausgelassen. Im Unterschied zu den vergangenen Jahren, in denen sich Schülerinnen und Schüler ab etwa der Klasse 5 / Klasse 6 in den sozialen Netzwerken etablierten. Seit Mitte 2011 tragen wir diesem Trend in der Präventionsarbeit Rechnung dadurch, dass wir Präventionsworkshops für vierte Klassen an Grundschulen anbieten.</p>
<p>Was für schuelerVZ gilt, gilt für studiVZ, den einstigen Internet-Aufsteiger umso mehr. Auf <a href="http://www.wannstirbtstudiVZ.com/" target="_blank">wannstirbtstudiVZ.com</a> tickt eine Uhr dem Ende entgegen. In gut zehn Wochen soll es soweit sein, dass die Nutzerzahlen des Studenten-Netzwerks soweit abgeflaut sind, dass das Netzwerk in den Internethimmel aufsteigen kann. Von den einst über 450 Millionen Seitenbesuchen im Mai 2010 blieben bis heute etwa 16 Millionen Mitglieder, von denen 9,8 Millionen als aktive Nutzer gelten und die noch etwa 80 Millionen Seitenbesuche produzieren. Zu wenig zum Überleben und letztlich zu unbedeutend, als dass den VZ-Netzwerken in unserer Präventionsarbeit noch übergroßer Raum eingeräumt werden muss.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Weiterführender Link:</span><br />
Frankfurter Rundschau: <a href="http://www.fr-online.de/digital/soziales-netzwerk-studivz-vor-dem-ende,1472406,11380174.html" target="_blank">studiVZ vor dem Ende</a></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Bildquelle:</span><br />
wannstirbtstudivz.com</p>
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		<title>Senioren-Boom in sozialen Netzwerken</title>
		<link>http://www.jumsch.info/2012/01/04/senioren-boom-in-sozialen-netzwerken/</link>
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		<pubDate>Wed, 04 Jan 2012 05:06:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Krause</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
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		<category><![CDATA[Soziale Netzwerke]]></category>
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		<description><![CDATA[(pte) Die Altersspanne der Internet-User wird von Jahr zu Jahr größer. Nutzer werden jünger, aber auch älter. Vor allem in der Generation 50 plus ist das Internet als Freundschafts-Netzwerk sehr beliebt. Das hat eine neue Studie im Auftrag des Hightech-Verbandes BITKOM ergeben. Menschen verlieren sich aus den Augen. War es früher schwer den Kontakt zu halten, ist es heute eine Leichtigkeit, Personen per Internet ausfindig zu machen. Gerade die ältere Generation benutzt Seiten wie Stayfriends und Wer-kennt-wen, um beispielsweise alte Schulfreunde zu kontaktieren oder mit diesen in Verbindung zu bleiben. Konkurrenz schläft nicht Bereits 40 Prozent der Internet-User zwischen 65 und 69 Jahren sind Mitglied eines sozialen Netzwerkes. Das ist ein Anstieg um 23 Prozent in den vergangenen zwei Jahren. Zwischen 50 und 69 Jahre sind mittlerweile sogar schon 60 Prozent bei einem Netzwerk angemeldet. Bei der Nutzung der Plattformen erfreuen sich die älteren Mitglieder vor allem an dem Nachrichtenversand, dem Chatten mit Freunden und dem Hochladen von Fotos. Für die Studie wurden in etwa 1.000 User zwischen 14 und 69 Jahren befragt. Mehr als 700 waren Mitglieder eines sozialen Netzwerkes. Während 32 Prozent der 50-plus-Befragten Facebook verwenden, sind 28 Prozent bei Stayfriends registriert. Damit zählen diese beiden Netzwerke zu den beliebtesten der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-1284" title="Mehr Senioren in sozialen Netzwerken unterwegs" src="http://www.jumsch.info/wp-content/uploads/2012/01/20120102009.jpg" alt="" width="300" height="200" />(pte) Die Altersspanne der Internet-User wird von Jahr zu Jahr größer. Nutzer werden jünger, aber auch älter. Vor allem in der Generation 50 plus ist das Internet als Freundschafts-Netzwerk sehr beliebt. Das hat eine neue Studie im Auftrag des Hightech-Verbandes <a href="http://bitkom.org" target="_blank">BITKOM</a> ergeben.</p>
<p>Menschen verlieren sich aus den Augen. War es früher schwer den Kontakt zu halten, ist es heute eine Leichtigkeit, Personen per Internet ausfindig zu machen. Gerade die ältere Generation benutzt Seiten wie <a href="http://stayfriends.de" target="_blank">Stayfriends</a> und <a href="http://wer-kennt-wen.de" target="_blank">Wer-kennt-wen</a>, um beispielsweise alte Schulfreunde zu kontaktieren oder mit diesen in Verbindung zu bleiben.</p>
<p><strong>Konkurrenz schläft nicht</strong></p>
<p>Bereits 40 Prozent der Internet-User zwischen 65 und 69 Jahren sind Mitglied eines sozialen Netzwerkes. Das ist ein Anstieg um 23 Prozent in den vergangenen zwei Jahren. Zwischen 50 und 69 Jahre sind mittlerweile sogar schon 60 Prozent bei einem Netzwerk angemeldet. Bei der Nutzung der Plattformen erfreuen sich die älteren Mitglieder vor allem an dem Nachrichtenversand, dem Chatten mit Freunden und dem Hochladen von Fotos.</p>
<p>Für die Studie wurden in etwa 1.000 User zwischen 14 und 69 Jahren befragt. Mehr als 700 waren Mitglieder eines sozialen Netzwerkes. Während 32 Prozent der 50-plus-Befragten Facebook verwenden, sind 28 Prozent bei Stayfriends registriert. Damit zählen diese beiden Netzwerke zu den beliebtesten der Generation über 50.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Bildquelle:</span><br />
pixelio.de/berliln-pics</p>
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		<title>Neues Modul: Facebook für Minderjährige</title>
		<link>http://www.jumsch.info/2012/01/03/neues-modul-facebook-fur-minderjahrige/</link>
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		<pubDate>Tue, 03 Jan 2012 11:05:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Krause</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Medienprävention]]></category>
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		<description><![CDATA[Facebook ist für Jugendliche ab 14 Jahren das beliebteste soziale Netzwerk. So die Ergebnisse der JIM-StudieW 2011. Andere soziale Netzwerke wie schuelerVZ oder &#8220;Wer kennt wen?&#8221; sind damit um Längen abgehängt. Was viele nicht wissen ist, dass Facebook in den Privatsphäre-Einstellungen von Minderjährigen Unterschiede macht im Vergleich zu den Profilen Erwachsener. Eine öffentliche Statusmeldung von Minderjährigen heißt eben nicht das gleiche wie eine öffentliche Statusmeldung von Erwachsenen. Im einen Falle erscheint die Meldung bei Freunden von Freunden. Im anderen Fall der ganzen Welt. Genauso verhält es sich beispielsweise bei der Profilsichtbarbeit. Unter-18-Jährige können ein gänzlich öffentliches Profil nicht betreiben, sofern sie sich tatsächlich als &#8220;unter 18&#8243; angegeben haben. Das Netzwerk bietet also durchaus einen gewissen Schutz der Privatsphäreeinstellungen für Jugendliche. Beschäftigte in Jugendförderung und Jugendhilfe sollten diese Unterschiede kennen. So wie sie sich überhaupt in Facebook halbwegs auskennen sollten. Nun ist Facebook bei pädagogischen Fachkräften nicht gerade das Lieblingsthema. Manch einer winkt schon ab, wenn nur der Name erwähnt wird. Der Ausschnitt an Medienkompetenz Erwachsener hat oftmals wenig oder keine gemeinsame Schnittmenge mit der von Kindern und Jugendlichen. Entsprechend hoch sind die Hürden für den Einstieg in soziale Netzwerke allgemein. Doch ist es auch ein gutes Praxisbeispiel, denn Erwachsene  und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Facebook ist für Jugendliche ab 14 Jahren das beliebteste soziale Netzwerk. So die Ergebnisse der <span style="padding-bottom: 2px; border-bottom: 1px dotted #DD0000" >JIM-Studie</span><sup><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/JIM-Studie" target="_blank" title="Wikipedia-Definition von: JIM-Studie" style="font-family: Georgia, Times New Roman, Serif; font-weight: bold; color: #AAAAAA" ><em>W</em></a></sup> 2011. Andere soziale Netzwerke wie schuelerVZ oder &#8220;Wer kennt wen?&#8221; sind damit um Längen abgehängt.</p>
<p>Was viele nicht wissen ist, dass Facebook in den Privatsphäre-Einstellungen von Minderjährigen Unterschiede macht im Vergleich zu den Profilen Erwachsener. Eine öffentliche Statusmeldung von Minderjährigen heißt eben nicht das gleiche wie eine öffentliche Statusmeldung von Erwachsenen. Im einen Falle erscheint die Meldung bei Freunden von Freunden. Im anderen Fall der ganzen Welt. Genauso verhält es sich beispielsweise bei der Profilsichtbarbeit. Unter-18-Jährige können ein gänzlich öffentliches Profil nicht betreiben, sofern sie sich tatsächlich als &#8220;unter 18&#8243; angegeben haben.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1266" title="Nutzung Sozialer Netzwerke (JIM Studie 2011)" src="http://www.jumsch.info/wp-content/uploads/2012/01/JIM11_48.jpg" alt="" width="515" height="312" /></p>
<p>Das Netzwerk bietet also durchaus einen gewissen Schutz der Privatsphäreeinstellungen für Jugendliche. Beschäftigte in Jugendförderung und Jugendhilfe sollten diese Unterschiede kennen. So wie sie sich überhaupt in Facebook halbwegs auskennen sollten. Nun ist Facebook bei pädagogischen Fachkräften nicht gerade das Lieblingsthema. Manch einer winkt schon ab, wenn nur der Name erwähnt wird. Der Ausschnitt an Medienkompetenz Erwachsener hat oftmals wenig oder keine gemeinsame Schnittmenge mit der von Kindern und Jugendlichen. Entsprechend hoch sind die Hürden für den Einstieg in soziale Netzwerke allgemein. Doch ist es auch ein gutes Praxisbeispiel, denn Erwachsene  und Jugendliche machen oft die gleichen Fehler und geben zu viel von dem preis, was die Öffentlichkeit im Grunde genommen nichts angeht.</p>
<p>Das Internetportal <a href="http://www.klicksafe.de/themen/kommunizieren/soziale-netzwerke/facebook-privatsphaere-schuetzen-durch-richtige-einstellungen/" target="_blank">klicksafe.de</a> hat kurz vor Weihnachten ein neues Modul zum Thema <a href="http://www.jumsch.info/wp-content/uploads/2012/01/Facebook_fuer_Minderjaehrige_Dez2011.pdf" target="_blank">&#8220;Facebook für Minderjährige&#8221;</a> veröffentlicht, das als PDF-Dokument zum kostenfreien Download verfügbar ist. Die Privatsphäre-Einstellungen und Funktionen von Facebook ändern sich häufig und so werden auch die übrigen Module auf klicksafe.de nach und nach aktualisiert. Ein weiteres hilfreiches Modul hat klicksafe mit Informationen zur <a href="http://www.jumsch.info/wp-content/uploads/2012/01/Facebook_Info_Timeline_Dez2011.pdf" target="_blank">Facebook-Timeline</a> veröffentlicht. Mit der Timeline soll das gesamte Leben der Person hinter dem Profil abgebildet werden soll. Worauf man bei der Umstellung auf die Timeline achten sollte, ist in dem Modul gut beschrieben.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Bildquelle:</span><br />
JIM-Studie 2011</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Umzug mit Hindernissen</title>
		<link>http://www.jumsch.info/2012/01/03/umzug-mit-hindernissen/</link>
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		<pubDate>Tue, 03 Jan 2012 09:01:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Krause</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
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		<category><![CDATA[Umzug]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer schon einmal umgezogen ist in seinem Leben, der weiß, wo umgezogen wird, da geht schon mal etwas zu Bruch. Trotz sorgfältigster Planung stellt sich am Umzugstag dann doch heraus, dass irgendein Detail übersehen wurde während der Planung. Was für den realen Umzug gilt, gilt in gewisser Weise auch für den virtuellen Umzug. Das Jumsch-Blog ist zwischen den Jahren auf einen neuen Server umgezogen. Aus technischen Gründen wurde das erforderlich. Und so ist im virtuellen Sinne das eine oder andere Erbstück über die Wupper gegangen. Nun lässt sich das in der Realität meist leicht verschmerzen. In der Virtualität führt das oft zu diesem unschönen Offline-Zustand. Und so stand das Jumsch-Blog zwischen Weihnachten und Silvester für ein paar Tage still. Wir hoffen, Sie konnten unsere zeitweilige Abwesenheit verschmerzen. Nun sind wir mit einem &#8220;frischen Anstrich&#8221; wieder online und wünschen Ihnen und uns viele spannende Themen und ein gutes neues Jahr 2012. Bildquelle: Viktor Mildenberger  / pixelio.de]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-medium wp-image-1258" title="Umzug mit Hindernissen" src="http://www.jumsch.info/wp-content/uploads/2012/01/420609_web_R_K_B_by_Viktor-Mildenberger_pixelio.de_-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" />Wer schon einmal umgezogen ist in seinem Leben, der weiß, wo umgezogen wird, da geht schon mal etwas zu Bruch. Trotz sorgfältigster Planung stellt sich am Umzugstag dann doch heraus, dass irgendein Detail übersehen wurde während der Planung. Was für den realen Umzug gilt, gilt in gewisser Weise auch für den virtuellen Umzug. Das Jumsch-Blog ist zwischen den Jahren auf einen neuen Server umgezogen. Aus technischen Gründen wurde das erforderlich. Und so ist im virtuellen Sinne das eine oder andere Erbstück über die Wupper gegangen.</p>
<p>Nun lässt sich das in der Realität meist leicht verschmerzen. In der Virtualität führt das oft zu diesem unschönen Offline-Zustand. Und so stand das Jumsch-Blog zwischen Weihnachten und Silvester für ein paar Tage still. Wir hoffen, Sie konnten unsere zeitweilige Abwesenheit verschmerzen. Nun sind wir mit einem &#8220;frischen Anstrich&#8221; wieder online und wünschen Ihnen und uns viele spannende Themen und ein gutes neues Jahr 2012.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Bildquelle:</span><br />
Viktor Mildenberger  / pixelio.de</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Der Knopp</title>
		<link>http://www.jumsch.info/2011/12/14/der-knopp/</link>
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		<pubDate>Wed, 14 Dec 2011 07:36:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Krause</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesfamilienministerium]]></category>
		<category><![CDATA[Christina Schröder]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Notruf]]></category>

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		<description><![CDATA[Bundesfamilienministerin Christina Schröder (CDU) sorgte am Dienstag für Erheiterung in der Netz-Community mit dem Vorschlag, es sei wichtig einen zentralen Notrufknopf im Internet zu organisieren, der an ein Kinderschutzzentrum weitergeleitet würde. Ziel sei dabei unter anderem Prävention und Opferschutz bei Cybermobbing oder Verbreitung von Missbrauchsdarstellungen im Netz. Das Kinderschutzzentrum soll nach Schröders Vorstellungen die Arbeit von staatliche Stellen, Internetwirtschaft und Opferschutz-Initiativen koordinieren. &#8220;Eine Kinder- und Jugendnetzpolitik heißt, konkret mit dem Netz zu arbeiten statt abstrakt dagegen anzukämpfen. Drei Dinge gehören dabei untrennbar zusammen: Medienkompetenz, Elternverantwortung und Schutz vor Gefahren im Netz&#8221;, sagte Schröder. Ein so genannter Notruf-Button war in den vergangenen Jahren mehrfach Thema von Internetpolitik. Eine Schaltfläche solle dabei beispielsweise gut sichtbar in das Menü von Browsern eingebunden werden, installiert von Jugendschutzsoftware. Diese Ideen sind allerdings seit langem als Kosmetik gebrandmarkt und man wundert sich, dass sie wieder auf dem Programm stehen.  Denn in der Konzeption dachte man in aller Regel immer nur bis zu dem Knopf. Denn was denn dann passieren solle, wenn ein Kind den Knopf tatsächlich anklickt, ist so wirklichkeitsfremd, dass diese Idee kaum umsetzbar sein dürfte. Was soll denn eigentlich passieren zwischen den Schritt &#8220;Kind ist in Gefahr und drückt den Knopf&#8221; und &#8220;Kind ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-1235" title="Der Knopp..." src="http://www.jumsch.info/wp-content/uploads/2011/12/517532_web_R_K_B_by_Gerd-Altmann_pixelio.de_.png" alt="" width="300" height="212" />Bundesfamilienministerin Christina Schröder (CDU) sorgte am Dienstag für Erheiterung in der Netz-Community mit dem Vorschlag, es sei wichtig einen zentralen Notrufknopf im Internet zu organisieren, der an ein Kinderschutzzentrum weitergeleitet würde. Ziel sei dabei unter anderem Prävention und Opferschutz bei Cybermobbing oder Verbreitung von Missbrauchsdarstellungen im Netz.</p>
<p>Das Kinderschutzzentrum soll nach Schröders Vorstellungen die Arbeit von staatliche Stellen, Internetwirtschaft und Opferschutz-Initiativen koordinieren. &#8220;Eine Kinder- und Jugendnetzpolitik heißt, konkret mit dem Netz zu arbeiten statt abstrakt dagegen anzukämpfen. Drei Dinge gehören dabei untrennbar zusammen: Medienkompetenz, Elternverantwortung und Schutz vor Gefahren im Netz&#8221;, sagte Schröder.</p>
<p>Ein so genannter Notruf-Button war in den vergangenen Jahren mehrfach Thema von Internetpolitik. Eine Schaltfläche solle dabei beispielsweise gut sichtbar in das Menü von Browsern eingebunden werden, installiert von Jugendschutzsoftware. Diese Ideen sind allerdings seit langem als Kosmetik gebrandmarkt und man wundert sich, dass sie wieder auf dem Programm stehen.  Denn in der Konzeption dachte man in aller Regel immer nur bis zu dem Knopf. Denn was denn dann passieren solle, wenn ein Kind den Knopf tatsächlich anklickt, ist so wirklichkeitsfremd, dass diese Idee kaum umsetzbar sein dürfte.</p>
<p>Was soll denn eigentlich passieren zwischen den Schritt &#8220;Kind ist in Gefahr und drückt den Knopf&#8221; und &#8220;Kind ist gerettet&#8221;?. Öffnet sich dann ein Chatfenster? Wer einem acht- oder neunjährigen Kind mal dabei zugesehen hat, wie unsicher es auf der Tastatur ist und wie lange es braucht, um einen halbwegs sinnvollen Satz via Tastatur zu formulieren, der versteht sofort wie unsinnig der Gedanke ist. Oder findet die Beratung dann via Audio statt? Und was ist mit den vielen Computern, die gar kein Mikrofon oder Headset am PC hängen haben? Oder keine Webcam? Soll dann zuhause das Telefon klingeln? Aber woher hätte das Kinderschutzzentrum die Nummer? Wie könnte es denn wohl sein, dass ohne richterliche Verfügung aus der IP-Adresse des Computers die Meldedaten gewonnen würden und daraus die Telefonnummer?</p>
<p>Sähe die Kinderschutzberatung dann vielleicht was das Kind auf dem Bildschirm sieht? Damit könnte man mancherlei Erklärung abkürzen. Andererseits würde man sich dann nicht Spionagesoftware auf den PC holen? Würde man das im Hinblick auf die vielfältigen Sicherheitslücken, die entstehen, wenn man die Antivirenlösung umgehen müsste, um diesen Trojaner zu installieren, wirklich haben wollen?</p>
<p>Oder solle bei Gefahr das Kind zuhause aufgesucht werden? Aber wer käme dann? Woher hat derjenige die Adresse? Mal davon abgesehen, dass ein neunjähriges Kind soweit sein sollte, dass es wissen sollte, Fremden niemals und unter keinen Umständen die Tür zu öffnen.</p>
<p>Zusammengefasst kann man sagen, es handelt sich hier natürlich wieder um Kosmetik. Die elterliche Verantwortung für das Handeln ihrer Kinder im Netz wird nicht gestärkt, Medienkompetenz wird nicht vermittelt. Der Notruf-Knopf vermittelt eine vermeintliche Sicherheit, die es im Netz so jedenfalls nicht gibt und auch nicht geben wird. Jugendschutzsoftware wird in aller Regel dort nicht installiert, wo sie für jüngere Kinder tatsächlich eine gewisse Schutzfunktion für ein paar wenige Jahre hätte.</p>
<p>Mal davon abgesehen kann das von Schröder formulierte Ziel der Prävention durch eine Schaltfläche nicht erreicht werden. Ein Notrufknopf erfordert Intervention, nicht Prävention, aber in diesen Kleinigkeiten wollen wir uns jetzt gar nicht aufhalten.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Bildquelle:</span> Gerd Altmann  / pixelio.de</p>
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