Archiv für den Autor: Michael Venten

Mediennutzungsvertrag für Kids

MediennutzungsvertragJa – nein – vielleicht. Das ist das ambivalente Gefühl zum Mediennutzungsvertrag, den klicksafe.de und internet-abc vorgestellt haben. Dieser Vertrag soll geschlossen werden zwischen Eltern und Kindern.  Ziel und Inhalt des komplexen Werks ist die häusliche Mediennutzung mit Smartphone, Tablet, Fernsehen und anderen Medien zu regeln. Nervenschonende endlose Diskussionen zwischen Erwachsenen und Kindern sollen vermieden werden.

Die Idee ist gut. Die Umsetzung nicht. Ich empfehle Mediennutzungsverträge für die häusliche Gemeinschaft oft auf Elternabenden. Ein wichtiger Faktor, ob ein solcher häuslicher Vertrag umgesetzt wird oder ob es sich dabei um eine unverbindliche Absichtserklärung handelt, zeigt sich in Praktikabilität und Realitätsnähe in der Umsetzung. Eine einfache und einfach umzusetzende Regel wäre beispielsweise: Weiterlesen

Lena, 17, blond und blauäugig…

Lena, 17, blond

Inklusion ist in, könnte man denken. Inklusive Medienarbeit. Inklusive Schule. Aber nicht so schnell. Soweit sind wir in der Medienprävention noch nicht. Dennoch können Medienpräventions-Angebote auch ohne Inklusion ein Fortschritt sein. Geistig behinderte Menschen gelten nicht als erste Zielgruppe in der Medienarbeit.

Im vergangenen Jahr habe ich zahlreiche Workshops an der Düsseldorfer Martin-Luther-King-Förderschule für Emotionale und Soziale Entwicklung gemacht. Dort entstand u.a. im Zuge der NSA-AffäreW ein Workshop zur digitalen Freiheit auf Wunsch der Schüler. Inhalte aus dem Angebot verwende ich mittlerweile auch für die regulären Workshops an weiterführenden Schulen. In diesem Jahr erreichte mich eine  Anfrage der Theodor-Andresen-Förderschule für Geistige Entwicklung. Reichlich unerfahren in der Arbeit mit geistig Behinderten, habe ich erstmal hospitiert. Ich konnte nicht wirklich eine Idee entwickeln, wie ich meine Inhalte an die jugendlichen Schüler bringen könnte. Die Hospitation in der SV-Sitzung der Schule sorgte jedoch rasch für Erkenntnis. Wer lesen und schreiben kann und mit Smartphone im Leben unterwegs ist, läuft Gefahr in die gleichen Näpfe zu treten, wie jeder andere Schüler, jede andere Schülerin auch. Weiterlesen

Austausch mit jungen Chinesen

Programm des AustauschsDie Jugendorganisation des Deutschen Beamtenbundes “dbb jugend nrw” hat mich im Mai zu einem nicht alltäglichen Gespräch mit jungen Chinesen der “Chinese People’s Association for Friendship with Foreign Countries” (CPAFFC) eingeladen. Das Thema “Jugendarbeit und Medien”. Mir erschien das Thema nicht ganz unkompliziert angesichts der eingeschränkten Freiheit der Mediennutzung in China. Aber auch chinesische Jugendliche nutzen Smartphones. Ich dachte, irgendeine Haltung würden die TeilnehmerInnen der Delegation schon mitbringen, wie man Kinder und  Jugendliche davor bewahren kann, in jede im Netz aufgestellte Falle zu tappen. Wie diese Haltung aussehen würde, interessierte mich. Also sagte ich dem Treffen zu. Weiterlesen

Im Ansatz falsch

Ein Stück Realität...Vor einigen Tagen hat jugendschutz.net seinen Jahresbericht 2013 zu den Ergebnissen der Recherchen und Kontrollen des Internets vorgestellt. Die Organisation setzte im abgelaufenen Jahr den Schwerpunkt ihrer Recherchen auf die Risiken mobiler Kommunikation. Inhaltlicher Schwerpunkt waren das Vorfeld sexuellen Missbrauchs von Kindern, politischer Extremismus und Selbstgefährdung. Nach eigener Darstellung sollen die Ergebnisse der Kontrolltätigkeit die Basis ergeben, um Anbieter zu beraten und Präventionskonzepte, Hilfestellungen und wirksame Schutzsysteme zu entwickeln. Soweit die Theorie. Weiterlesen

Freiheit im Netz

Freiheit in Zeiten von NSA & Co.

Das Workshop-Jahr neigt sich dem Ende entgegen. Das Projekt Jugendmedienschutz hat in 15 Workshops und 35 individuellen Angeboten zur Medienprävention in und für Schulen 670 Jugendliche erreicht. Hinzurechnen müssen wir noch die 160 Erwachsenen, die in Elternabenden, Fortbildungen, kollegialen Beratungen und Multiplikatorenveranstaltungen “up to date” gebracht wurden. Zwei Workshops stehen jedoch noch aus, die ob des Inhalts und der Entstehung wert sind, besonders beachtet zu werden. Weiterlesen