Überwachung von Kids im Web Zeitverschwendung

(pte) Die Risiken und Gefahren der sozialen Medien bekommen Eltern durch eine Überwachung ihres Nachwuchses nicht in den Griff. Vielmehr verschwenden sie damit bloß ihre Zeit. Selbst Monitoring-Software umgehen die Digital Natives womöglich innerhalb weniger Minuten, weiß Larry Rosen, Psychologieprofessor an der California State University. Medienkompetenz zum Schutz vor den Nachteilen der Social Networks muss stattdessen in Gesprächen und in Form einer Auseinandersetzung mit der Thematik vermittelt werden. Allerdings üben die Netzwerke auch positiven Einfluss auf die Kids aus.

Über einen angemessenen Umgang mit Medien und neuen Technologien sollten Eltern bestenfalls häufig und schon in einem frühen Stadium mit ihren Kindern sprechen, um Vertrauen aufzubauen. Bei Problemen wie Cybermobbing findet der Nachwuchs gute Ansprechpartner in den Erziehungsberechtigten, so Rosen bei einer Convention der American Psychological Association. Allerdings ähnelt das Online-Verhalten der Eltern selbst häufig jenem von Teenagern (wir berichteten).

Mangelnde Medienkompetenz

Vorbildwirkung und Verantwortungsbewusstsein von Erziehungsberechtigten lassen im Social Web schnell zu wünschen übrig. Im Unterschied zu ihrem Nachwuchs mangelt es ihnen oft an jener Medienkompetenz, die sie vermitteln sollen. Dazu müssen sie laut Rosen jedoch über die jüngsten Online-Trends und neue Technologien Bescheid wissen sowie über Websites und Applikationen informiert sein, die ihre Kinder nutzen.

Bildnachweis: Dieter Schütz  / pixelio.de

 

Ein Gedanke zu „Überwachung von Kids im Web Zeitverschwendung

  1. Sven

    Was man früher seiner besten Freundin / bestem Freund im Vertrauen erzählt hat, wird heutzutage öffentlich an die Web 2.0 Pinnwand geschmiert. Insofern ist fehlende Vorbildwirkung und Verantwortungsbewusstsein wohl wirklich der Punkt an dem anzusetzen ist.

    Wobei das Wort “Medienkompetenz” für mich eher ein Modewort darstellt und die eigentliche Problematik kaum zusammenfasst. Kompetent genug irgendwelchen Unfug online zu stellen sind ja die meisten – Kompetent genug irgendwelchen Unfug mal nicht online zu stellen die wenigsten…

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