Mobile Herausforderung | JuMSchBlog

Mobile Herausforderung

07.06.2010
Von

Das mobile Internet boomt. Soziale Netzwerke boomen besonders. Von den 69,9 Millionen US-Handybesitzern nutzten in den vergangenen drei Monaten 14,5 Millionen die sozialen Netzwerke. 240 Prozent Nutzerzuwachs im Vergleich zu 2009. Dieser sprunghafte Anstieg stellt die Anstrengungen zum Jugendmedienschutz in Frage. Die Browser, die auf mobilen Internetgeräten verwendet werden, werden immer besser und ähnlicher zu dem, was die Kids vom Computer her kennen. Selbst die Unterstützung von Flash-Inhalten wird immer besser.

Die Implementierung von Jugendschutzfiltern sollte heute zum Standard gehören in Jugendeinrichtungen und Schulen, um zumindest grob zu filtern, was Kinder und Jugendliche nicht im Internet vorfinden sollten. Die Verbreitung von Internet-Handys sowie die immer günstiger und bezahlbarer werdenden Datentarife konterkarieren die Wirksamkeit bestehender Filtersysteme. Die mobile Internetnutzung aus den  Einrichtungen zu verbannen, dürfte sich weder als praktikabel noch als sonderlich hilfreich heraus stellen, möchte man als Erwachsener noch der verlässliche Ansprechpartner bleiben.

Geld und Geschwindigkeit ziehen immer

Handys, die den mobilen Netzzugang unterstützen, verfügen sehr oft auch über die Möglichkeit eine Internetverbindung über ein integriertes W-LAN-Modul herzustellen. W-LAN ist nachwievor schneller als mobile Datendienste. Deshalb unser Tipp: Öffnen Sie Ihr Besuchernetz für die Handys Ihrer Besucher. Die Kids werden in aller Regel das schnellere und kostenlose W-LAN der mobilen Internetverbindung vorziehen. Betreiben Sie Jugendschutzfilter auf DNS-Basis (z.B. OpenDNS) bleibt der Jugendmedienschutz im Schutze der Jugendeinrichtung erhalten. Die Vorteile für die Jugendlichen liegen dabei auf der Hand: deutlich bessere Geschwindigkeit und das ganze auch noch kostenlos.

Tags: , , , , , ,

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*