Kein Weg führt vorbei an Porno 2.0 | JuMSchBlog

Kein Weg führt vorbei an Porno 2.0

26.04.2010
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An Pornografie im Internet führt für Kinder und Jugendliche kein Weg vorbei. So das Ergebnis einer Studie der  Niedersächsischen Landesmedienanstalt (NLM). Die Studie trägt den Titel “Porno im Web 2.0 – Die Bedeutung sexualisierter Web-Inhalte in der Lebenswelt von Jugendlichen” und überrascht weniger durch das Ergebnis, als durch die Methode.

Laut der Studie ist Internet-Pornografie aus Sicht der Jugendlichen völlig normal. Sie sei bei männlichen Jugendlichen Bestandteil des alltäglichen Medienkonsums. Mädchen erleben sie der Untersuchung zufolge zwar auch als alltägliche Erfahrung im Internet, lehnen sie aber als “eklig” ab. Alle Jugendlichen sind im Internet auch unfreiwillig auf Porno-Inhalte gestoßen.

Ein regelmäßiger Konsum von Pornografie könnte, so die Studie, die Vorstellung von dem was in der Sexualität als normal gilt prägen. Es könne sich ein erhöhter Leistungsdruck für Jungen aufbauen und ein Perfektionsdruck für Mädchen hinsichtlich ihres  Körperbildes entstehen.

Soweit dürfte den wenig überraschenden Ergebnissen der Studie jeder zustimmen, der sich halbwegs mit Kindern und Jugendlichen, die sich im Netz bewegen, auskennt. Fraglich bleibt, welche Relevanz die veröffentlichte Studie überhaupt hat. Die Daten wurden unter 35 Jugendlichen und 14 so genannten Experten erhoben. Warum für eine Reihe von alt bekannten Internet-Wahrheiten Steuergelder verprasst wurden, wo das Ergebnis doch vorhersehbar war, die Studienteilnehmer andererseits sehr überschaubar waren, erklärt uns die die NLM nicht. Niedersachen mag dünn besiedelt sein… so dünn allerdings dann auch wieder nicht.

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