Mangelhafter Jugendschutz in virtuellen Welten
Die US-amerikanische Federal Trade Commission (FTC) hat 27 virtuelle Welten über neun Monate beobachtet und stellt den Betreibern ein miserables Zeugnis aus, was den Jugendschutz betrifft. Dort, wo es Altersbeschränkungen gibt, können diese von Kindern leicht umgangen werden. Die meisten Anbieter digitaler Welten im Netz verstehen unter Altersbeschränkung die Eingabe eines Geburtsdatums, welches keinerlei wirksamen Schutz bietet. Zu den untersuchten Welten zählen u.a. Second Life, Habbo, There, IMVU, Gaia, Kaneva, Red Light Center, Neopets, etc.
Das überraschende Ergebnis der Untersuchung ist, dass nicht nur etwa in Welten, die sich explizit an Erwachsene richten, Verstöße gegen den Jugendschutz gefunden wurden, sondern dass es vor allem auch in Portalen, die sich an Kinder und Jugendliche richten zu eklatanten Verstößen kam.
Die meisten belasteten Inhalte fanden sich in Chatrooms und Foren. Dabei unterschieden die Tester nach Zoten, Nacktheit, Grausamkeit gegenüber Kindern oder Tieren, Pornografie oder sexueller Gewalt sowie auch, ob Besucher zum Ansehen solcher Inhalte eingeladen wurden.
Die FTC fordert von den Betreibern der Portale, dass sie bessere Altersverifikationssysteme entwickeln und effizientere Filter einsetzen sollen. Entsprechende Inhalten sollten aufgespürt werden, konsequentere Regeln sollten aufgestellt und umgesetzt werden und schließlich mangelt es den Portalen an Moderatoren, die das Geschehen in den virtuellen Welten besser beobachten.
Die Studie “Virtuelle Welten und Kinder: Die Risiken” kann direkt vom FTC-Server heruntergeladen werden.








