Fertigmachen ist Tabu
Autor: Michael Krause • Datum: 07.10.2009 • Kategorie: Aktuell
Handys, eigentlich gemacht zum Telefonieren, Nachrichten auszutauschen und zunehmend auch als multimediale Unterhaltungsmaschine und Internetzugang werden von Kindern und Jugendlichen gerne als Waffe eingesetzt. Tief sitzt der Glaube, im Internet wäre man anonym unterwegs, weswegen man sowieso nicht erwischt werden könne. Dass es sich dabei um einen Irrglauben handelt, zeigen u.a. die steigenden Fallzahlen zur Handygewalt unter Jugendlichen. Die Wahlkampagne der scheidenden Bundesfamilienministerin, das Internet dürfe kein rechtsfreier Raum bleiben, hat die Annahme auch in vielen erwachsenen Köpfen gestärkt.
Natürlich ist dem nicht so. Im Internet gelten Regeln wie in jedem Bereich unserer Gesellschaft. Die Persönlichkeitsrechte sind dort genauso geschützt wie überall sonst auch. Auch gelten die gleichen Gesetze und Vorschriften in der virtuellen wie in der realen Welt. Dank guter Sensibilisierungskampagnen und Fortbildungen in den letzten Jahren reagieren Lehrer, Eltern und auch Mitschüler heute häufiger richtig, wenn Fälle von Cyberbullying und Handygewalt an Schulen und Jugendeinrichtungen bekannt werden. Einen guten und umfassenden Überblick zum Thema liefert die Broschüre “Gewalt_auf_Handys“, herausgegen von der Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz NRW. Ein Comicflyer unter dem Titel “Fertigmachen ist Tabu” hat die Webseite handysektor.de heraus gegeben, der sich an Kinder und Jugendliche richtet.









