bravo.de nicht jugendgefährdend | JuMSchBlog

bravo.de nicht jugendgefährdend

08.09.2009
Von

Jugendportal bravo.deVon Anfang an ist das Jugendmagazin Bravo sowie die moderne Online-Version bravo.de verschiedenen kirchlichen Gruppierungen, aber durchaus auch besorgten Eltern, ein  Dorn im  Auge gewesen. Der Standard-Aufreger: zu freizügig, zu viel Sexualität, zu unmoralisch. Wie das evangelikale Nachrichtenportal idea.de berichtet, hat sich ein neuer Aufreger gefunden. Die mitgliedsstarke Deutsche Vereinigung für eine christliche KulturW, die u.a. mit sonderlichen Aktionen wie der “Aktion Kinder in  Gefahr” und Aktionen gegen die Gleichstellung Homosexueller bereits unangenehm aufgefallen ist, hat eine neue Kampagne gegen das Jugend-Online-Magazin bravo.de gestartet.

Nach Ansicht des Vereins sei der Online-Auftritt des Magazins “nichts anderes als ein elektronisches Erotik-Magazin, das sich als Jugendzeitschrift tarnt”. Unter dem Vorwand der Sexualaufklärung würden scharenweise nackte Paare beim Geschlechtsakt und Anleitungen zu extravaganten Sexualpraktiken gezeigt. Mitte August forderte die Vereinigung die rund 11.000 Empfänger ihres Rundbriefs auf, bei der Kommission für Jugendmedienschutz gegen die unmoralischen Inhalte zu protestieren. Nach eigenen Angaben seien rund 2.000 Empfänger dem Aufruf gefolgt, woraufhin die Kommission für Jugendmedienschutz bravo.de einer Prüfung unterzog und zu dem nicht weiter überraschenden Ergebnis kam, dass eine Jugendgefährdung von dem Portal nicht ausginge. Die Darstellung der Texte über verschiedene Sexualthemen sei weder zotig formuliert, noch seien Anleitungen zu besonderen Sexualpraktiken enthalten. Auch andere Verstösse gegen den Jugendmedienschutz-Staatsvertrag seien nicht gegeben. Den Internetnutzern werde „in einem aufklärerischen Kontext ein verantwortungsvoller Umgang mit Sexualität und Partnerschaft“ vermittelt, so die KJM.

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